• Melanie Ruoss

Val Minor

Distanz 7.5 km - Dauer 3 Stunden - Höhenmeter 250


Ein Geheimtipp, dieses Val Minor. Man parkiert bei der Talstation der Piz Lagalp Gondel, die man über Pontresina und Diavolezza auf der Berninapassstrasse erreicht. Die Strecke ist auch gut erschlossen durch den Bus.


Ein kurzer Anstieg führt ins Val Minor hinein. Gleich zu Beginn treffe ich einen ältere Dame mit Hund. Sie war mit einer Gruppe unterwegs, hat sich dann aber den Weg nicht mehr zugetraut und ist umgekehrt. Es gehe über Schneefelder und man sinke immer wieder ein. Zudem sei der Weg nass. Ui, das kann ja heiter werden, habe ich doch gelesen, dass ein Stück des Weges ziemlich ausgesetzt ist und man schwindelfrei sein sollte - was ich nicht bin - und man diese Stelle auf keinen Fall bei Schnee überqueren soll. Na bravo!


Ich fälle gleich zu Beginn der Wanderung den Entschluss, nicht die ganze Rundstrecke zu laufen. Aber ich will auf jeden Fall bis zum Lej Minor hoch.


Es ist eine einfache Wanderstrecke zu Beginn. Die Schneefelder (eher nur Schneeflecken) sind überschaubar und gut begehbar. Klar muss man auf seinen Tritt achten, denn grösstenteils geht der Wanderweg über Felssturzgebiet, man wandert also auf Steinen und weiss daher nie, wo unter dem Schnee Löcher sind.


Dieses "Auf Steinen wandern" ist so gar nicht meins, für meine Fussgelenke eine Tortur. Zudem nerven die Mädels, sie jagen dauernd nach Murmeltieren, die laut pfeiffend ihren Unmut über die Störung im Tal kund tun. Als es mir dann zu gefährlich wird mit der Rumrennerei der Hunde - Tweety stolpert einmal und das könnte wirklich schlimm enden - kommen die Ladies an die Leine.


Je weiter hoch wir kommen, desto steiniger wird der Wanderweg und wird für meinen Geschmack bald zur Klettertour - ok, ist leicht übertrieben, aber ich mag diese Wege nicht so, da muss man immer so höllisch aufpassen, wo man hintritt.


Ich verliere unter dem Schnee auch einige Male den Weg und muss wieder nach der Markierung suchen. Verloren gehen kann man ja nicht in diesem Tal, zum Glück. Nach 1.5h erreichen wir den ersten See, den Puoz Minor und dann geht es nochmals etwas steiler hoch zum Lej Minor.


Mir reicht das definitiv für heute, die Wanderung ist körperlich nicht so anstrengend, aber für den Kopf schon, da man so auf die Tritte achten muss. Und ich so ganz allein mit zwei Hunden, weit und breit kein Mensch - ist mir zu gefährlich und darum kehren wir dann vom Lej Minor wieder um.


Das Tal ist wirklich wundervoll und die Bilder mit den Schneemustern an den Hängen sind phänomenal. Das wäre im Sommer eine tolle Wanderung, die ich aber wirklich nur in Begleitung machen würde. Auf jeden Fall ein "Geheimtipp"!




Und hier geht es zur Streckenführung auf Komoot:



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